Traugott von Stackelberg

(Nikolaus Johannes Traugott Freiherr von Stackelberg)
geb. 6.6. 1891 in Reval (heute: Tallinn)
gest. 8.11. 1970 in Tengen

Freiherr Dr. Traugott von Stackelberg stammte aus einem baltischen Uradel und praktizierte nicht nur als Arzt, sondern fungierte auch als Maler und insbesondere als Schriftsteller. Er wohnte mit seiner späteren Familie ab 1925 auf dem Degenhof im Körbeltal (Tengen). Von Stackelberg starb 1970 in Tengen und ist auf dem hiesigen Friedhof auch begraben.

Arzt, Maler und Schriftsteller

Von Stackelberg hatte schon früh begonnen, in verschiedenen Techniken zu malen. Als Medizinstudent in Berlin hatte er bei Professor König Porträt- und Aktzeichnen belegt. Gegenstand seiner Werke waren in den 20-er Jahren oft sozialkritische Themen. Später konzentrierte er sich auf die Darstellung von Landschaften, wie den Hegau, den Untersee oder die Schweizer Berge.

Seine Bilder waren in mehreren Ausstellungen, wie in Singen oder Wolfsberg bei Zürich, zu sehen und wurden von Städten genauso wie von Privatleuten angekauft.
Die Stadt Tengen hat durch eine Privatspende eine Sammlung mit Bildern, Büchern und anderen Gegenständen aus dem Nachlass des bekannten Arztes Traugott von Stackelberg erhalten.

Aus seiner Gabe zu erzählen, wuchs die Freude am Schreiben von Romanen und Berichten, in denen teils eigene Erlebnisse und Bilder der Phantasieihren Niederschlag fanden. So ist eine ganze Reihe von Büchern erschienen, die auch von seiner baltisch-russischen Seele zeugen.

Bücherliste (Auswahl):

  • Geliebtes Sibirien, 418 S., Neske Pfullingen 1951, 6. Auflage 1965
  • Manon de Carmignac, 248 S., Neske Pfullingen 1952
  • Wintererzählungen, 72 S., Neske Pfullingen 1953
  • Cornet der Zarin, 183 S., Neske Pfullingen 1954
  • Die Bärenkralle, 133 S., Neske Pfullingen 1956
  • Doktors Vieh, 61 S., Neske Pfullingen 1956
  • Der Kutter Kodumaa, 182 S., Flamberg Verlag Zürich/Stuttgart 1962
  • Die schönsten Erzählungen, 253 S., Neske Pfullingen 1962
  • Auf eigener Fährte, 191 S., Neske Pfullingen 1968 2. Auflage

Der Verlag Neske bestand von 1951 – 1993 und ging dann an den Stuttgarter Verlag Klett-Cotta über.
Weitere Information zu den Büchern erhalten Sie auch hier: Zentralverzeichnis antiquarischer Bücher (www.zvab.com)

Wir bedanken uns bei Herrn Christian Hinderer, Heilbronn für den redaktionellen Beitrag.

 

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